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Profil Rezeption und Wirkung

Medien sind nicht nur im beruflichen Alltag sondern auch in der Freizeit omnipräsent: das Radio auf dem Weg zur Arbeit, das Computerspiel in der Mittagspause, das abendliche Fernsehprogramm oder das ständige Twittern und Bloggen neuer Ereignisse. Werden Medien im Beruf vor allem zum Zweck der Informationsgewinnung und des kommunikativen Austausches genutzt, will man sich bei der privaten Mediennutzung meist entspannen oder unterhalten. In beiden Fällen lernen die Nutzer dabei Fakten über die Welt, sich selbst, ihre Mitmenschen oder bestehende Normen und Werte und können diese in ihre Einstellungen oder Verhaltensweisen integrieren. Diese Medienwirkungen stehen im Fokus einer Reihe gesellschaftlich relevanter und öffentlich diskutierter Fragen denen sich die Medienrezeptions- und Medien-wirkungsforschung widmet: Verändern sich die sozialen Beziehungen von Jugendlichen durch die intensive Nutzung sozialer Netzwerke? Erlernen Computerspieler durch Ego-Shooter das moralisch unbelastete Töten? Können Telenovelas das gesellschaftliche Rollenbild von Männern und Frauen verändern? Verändern Product Placements in Spielfilmen unser Unterhaltungs-erleben? Erwarten wir von der Polizei, dass sie Verbrechen so effizient aufklärt wie die Kriminalisten aus CSI?

Wie diese Beispiele verdeutlichen fungiert das Forschungsfeld auch als Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher Forschung und gesellschaftlicher Praxis, wenn etwa Werbestrategien wirksam gestaltet werden sollen oder Bildungsinhalte in unterhaltsamen Medienformaten vermittelt werden sollen. Unter diesen breiten gesellschaftlich relevanten und praxisbezogenen Fragestellungen stehen am Lehrstuhl vier Themengebiete im Vordergrund des Forschungsinteresses: