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Workshop "Advances in Narrative Health Communication"

Vom 7. Juli – 9. Juli 2016 richtete das IMWK in Kooperation mit dem ZIG ein Symposium des interdisziplinären Netzwerkes „Health Narratives“ aus. Die insgesamt 31 Teilnehmern US-amerikanischer, australischer, niederländischer und deutscher Universitäten setzen sich 3 Tage intensiv mit der Rezeption und Wirkung von Narrationen in der Gesundheitskommunikation auseinander.

Narrative Symposium Augsburg 2016

Das Netzwerk „Health Narratives“ ist ein für vier Jahre im Rahmen des Marie-Curie-Programms geförderter Forschungsverbund aus international renommierten Forschern und Nachwuchswissenschaftlern verschiedener Fachdisziplinen, das Forschung zur Wirkung und Nutzung von Geschichten in der Gesundheitskommunikation bündelt. Ziel des Symposiums war es, gemeinsame Forschungsprojekte und die internationale Zusammenarbeit zu vertiefen und weiterzuentwickeln, sowie Möglichkeiten der Fortführung nach Beendigung der 4-jährigen Förderzeit zu besprechen.

Das zweitägige Symposium, das eine abwechslungsreiche Mischung aus Keynotes, Vorträgen, Posterpräsentationen und Workshops umfasste, war wissenschaftlich hochkarätig besetzt. Insgesamt sieben Keynote-Sprecher gaben einen ganzheitlichen Blick auf das Forschungsfeld Narrationen in der Gesundheitskommunikation und setzten vielfältige Impulse für neue Forschungsideen. Für den leider erkrankten Keynotesprecher Michal Slater von der Ohio State University sprang kurzfristig Prof. Dr. Markus Appel von der Universität Koblenz-Landau ein und stellte ein Forschungsportfolio als Grundlage für die Diskussion neuer Forschungsideen vor. Die Keynotes wurden durch weitere sechs Vorträge und sieben Poster-Präsentationen von Mitgliedern des Netzwerkes ergänzt, in denen aktuelle Forschungsprojekte zum Themenschwerpunkt vorgestellt wurden.

Als Ausrichter waren das IMWK und das ZIG maßgeblich an der Durchführung und dem Programm des Symposiums beteiligt. Prof. Dr. Robert Nuscheler, Vorstandsmitglied des ZIG, hielt eine Keynote aus gesundheitsökonomischer Perspektive zum Einfluss des Risikos auf das Gesundheitsverhalten am Beispiel von Behandlungs- und Impfentscheidungen. Dr. Barbara Maleckar, ZIG-Mitglied und Post-Doc Stipendiatin an der Universität Augsburg, präsentierte gemeinsam mit Leesa Costello von der Edith Cowan University in Australien ein Projekt zur Nutzung von Büchern von Brustkrebspatientinnen und den Einfluss des Lesens auf den Umgang mit der Erkrankung. Zwei außerordentliche Mitglieder des ZIG konnten ebenfalls ihre Arbeitsergebnisse präsentieren: Anna Wagner, wissenschaftliche Mitarbeiterin am IMWK, präsentierte gemeinsam mit Freya Sukalla von der Ludwigs-Maximilian-Universität München, ein Poster zur Wirksamkeit von Narrationen im Kontext der Organspendebereitschaft und Anja Kalch, ebenfalls wissenschaftliche Mitarbeiterin am IMWK, hielt einen Vortrag zur Wirkung von Erfahrungsberichten in präventiven Gesundheitsinformationen. Im Rahmen der gemeinsamen Workshop-Phasen des Symposiums wurden Möglichkeiten der Intensivierung des Forschungsaustausches besprochen und erarbeitet. Wir freuen uns über diesen erfolgreichen Abschluss des Symposiums und die Möglichkeit der gemeinsamen Weiterarbeit!

Meldung vom 10.08.2016