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Neues Drittmittelprojekt der Öffentlichen Kommunikation "Die Sorge um die Fürsorge"

Welche Vorstellungen von Autonomie, Verletzlichkeit und Pflegebedürftigkeit beeinflussen Entscheidungen über und Vorkehrungen für finale Lebensphasen? Diese Fragen untersucht am Beispiel der Diskussionen über Patientenverfügungen Prof. Dr. Susanne Kinnebrock zusammen mit der Medizinhistorikerin und -ethikerin Prof. Dr. Dr. Mariacarla Gadebusch Bondio (TU München). Ihr Projekt "Die Sorge um die Fürsorge" wurde im Rahmen des Bayerischen Forschungsverbund „ForGenderCare“ bewilligt, es startet im Sommersemester 2015 und wird vier Jahre lang laufen.
Es geht darum, was Frauen und Männer über Leben und Tod denken, was für Wünsche und Ängste sie bewegen, wenn es darum geht, sich die letzte Phase der eigenen Existenz vorzustellen. Menschen pflegen Selbstbilder, die sie - so lange es geht - aufrechterhalten möchten, insbesondere wenn kritische Situationen von Krankheit, Schwäche und Pflegebedürftigkeit auftreten. Über diese Phasen des Lebens spricht man in den Massenmedien, sozialen Medien oder mit Freunden unterschiedlich. Es entstehen verschiedene Diskursebenen, die es in diesem Projekt zu erforschen gilt. Medizinethische Fachliteratur und Ratgeber zu Patientenverfügungen, Debatten in den Massenmedien und in Internetforen, aber auch die Erfahrungen von beratenden Ärztinnen und Ärzten , Juristinnen und Juristen sowie die Sichtweisen von Betroffenen, also Menschen, die für ihr Lebensende gut vorsorgen wollen, bilden den Gegenstand der interdisziplinären Analyse. Das Wissen um unterschiedliche Argumentationsweisen und um deren Zusammenspiel eröffnet zum einen neue Forschungsperspektiven, zum anderen kann dieses Wissen auch bei der Optimierung von Aufklärungskampagnen Anwendung finden.

Meldung vom 04.03.2015